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Bremen übernimmt Hansewasser: Daseinsvorsorge in öffentliche Hand!

Im Jahr 1998 hatte der damalige Senat die Bremer Abwasserentsorgung weitgehend privatisiert. Heute wird die Deputation für Umwelt beschließen, diesen Fehler zu korrigieren und die Anteile der privaten Anteilseigner wieder komplett zu übernehmen. Damit wird Hansewasser zum 1. Januar 2029 wieder ein öffentlicher Betrieb. 

Klaus-Rainer Rupp, haushalts- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke, erklärt dazu: „Mit dem heutigen Beschluss macht Bremen ein gutes Geschäft: Für 49,9 Millionen übernehmen wir die Anteile von Gelsenwasser und SWB. Jahrelang haben die privaten Anteilseigner aus den Gebühren der Bremer*innen massive Gewinne erzielt – diese Gewinne auf Kosten der Bürger*innen haben jetzt ein Ende. Mit Hansewasser wird ein zentraler Akteur in der öffentlichen Daseinsvorsorge wieder städtisch, was für alle Beteiligten klar die beste Lösung ist und zu sinkenden Abwassergebühren führt. Auch umweltpolitisch ist die Rekommunalisierung des Abwasserbetriebes angesichts zunehmender Starkregenereignisse und neuer Anforderungen an die Abwasseraufbereitung – etwa durch die sogenannte Dritte Stufe – von zentraler Bedeutung. Das Knowhow in Betrieb und Belegschaft kann durch die Übernahme der Anteile erhalten bleiben und ihre Besitzstände gewahrt werden. Für die Gebührenzahler, die Beschäftigten und die Stadt sind das ausgesprochen gute Nachrichten!“


Hintergrund: Seit neun Jahren fordert die Fraktion Die Linke eine Senkung der Abwassergebühren und die Überführung der Hansewasser GmbH in die städtische Hand.

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