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400 Ausbildungsplätze und ein Azubi-Wohnheim für Bremen!

Der Bremer Senat hat an diesem Dienstag deutliche Verbesserungen für Auszubildende im Land auf den Weg gebracht. Demnach sollen in Bremen und Bremerhaven weitere 400 überbetriebliche Ausbildungsplätze entstehen. Insgesamt 34,5 Millionen Euro sollen dafür aus Mitteln des Programms REACT-EU fließen, einer Wiederaufbauhilfe der Europäischen Union zur Bewältigung der Coronakrise.

Mit dem Ausbildungsverbünden sollen so einerseits zusätzliche Ausbildungsplätze und andererseits Unterstützungsmöglichkeiten geschaffen werden, etwa wenn kleine und mittelständische Unternehmen infolge der Coronapandemie Insolvenz anmelden mussten und ihre Azubis nicht weiter beschäftigen konnten.

Klaus-Rainer Rupp, finanzpolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, lobt den Senatsbeschluss: „400 überbetriebliche Ausbildungsplätze könnten nicht gelegener kommen. Sie sind eine wichtige Unterstützung für die von der Coronakrise gebeutelten Azubis und Ausbildungsplatzsuchenden. Damit die Corona-Pandemie die Ausbildungslücke nicht noch weiter verschärft, braucht es diese große Anstrengung für berufliche Qualifizierung. Menschen ohne Berufsabschlüsse arbeiten später öfter in prekären Verhältnissen, während viele Betriebe über einen Fachkräftemangel klagen. Durch die Stärkung der städtischen Ausbildungsverbünde wird dem entgegengewirkt.“

Bis 2023 soll zudem auf dem Ellener Hof in Osterholz Bremens erstes Azubi-Wohnheim gebaut werden. Insgesamt 66 Auszubildende sollen künftig in der Anlage günstig wohnen können. Der Träger des Wohnheims, die gemeinnützige Stiftung Maribondo da Floresta, wird hier Wohnungen für 350 Euro Warmmiete bereitstellen. Die Azubis sollen außerdem Zugang zu sozialpädagogischer Begleitung auf ihrem Ausbildungsweg bekommen. Neben dem Träger wird sich die Stadt Bremen mit 2,4 Millionen Euro an dem Bau beteiligen.

Rupp begrüßt die Entscheidung des Senats: „Ein Azubi-Wohnheim ist eine sehr gute Idee. Künftig gibt es nicht nur für Studierende in Bremen garantiert günstigen Wohnraum mit einem Campus-Leben, sondern auch für Auszubildende. So fördert die Stadt die gesellschaftlich unverzichtbaren Ausbildungsberufe.“