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25. September 2018

LINKE begrüßt konkrete Planungen für neues Mahnmal, kritisiert aber langen Bauprozess bis weit in das Jahr 2020

In einer Sondersitzung der Deputation für Kultur wird am Donnerstag (27.09.2018) um 18 Uhr die Umsetzung des ‚Mahnmals zur Erinnerung an die massenhafte Beraubung der Jüdinnen und Juden in der NS-Zeit‘ diskutiert. In Bremen haben sich während der Zeit des Nationalsozialismus Verwaltung, Spediteure und die Zivilbevölkerung an jüdischem Mobiliar massiv bereichert. An diesen massenhaften Raub soll zukünftig mit einem eigenen Denkmal erinnert werden. In der vergangenen Woche war die Sitzung der Kulturdeputation abgesagt worden, weil es zum Thema noch Abstimmungsbedarf in der Regierungskoalition gab. Nun wurde vom Kultursenator eine Vorlage präsentiert, in der die erforderlichen weiteren Schritte zum Bau des Mahnmals benannt werden.

Miriam Strunge, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, kommentiert: „Ich bin froh, dass nun endlich der Kosten- und Zeitplan vorliegt, den meine Fraktion seit einem Jahr einfordert. Mit dieser Vorlage kann nun endlich die Umsetzung des Mahnmals beginnen und wir haben einen Überblick, wie lange dieser Prozess dauern wird. Ich sehe den angesetzten Zeitplan jedoch äußerst kritisch. Demnach müssen wir noch bis zum Spätsommer 2020 warten, bis das Mahnmal steht. Dass es von der Beschlussfassung in der Bremischen Bürgerschaft bis zur Einweihung des Mahnmals vier Jahre braucht, hinterlässt für mich die Frage, ob immer an allen Stellen mit höchster Priorität an diesem Projekt gearbeitet wird. Jetzt muss das Ziel sein, den vorgelegten Zeitplan einzuhalten und die Planungsmittel für das Mahnmal am Standort an der Schlachte freizugeben. Deshalb begrüße ich auch die Sondersitzung der Deputation ausdrücklich, damit sich die Umsetzung des Mahnmals nicht noch weiter nach hinten zieht.“