4. September 2017

Studierende brauchen bezahlbare Wohnungen – LINKE fordert 1000 neue Wohnheimplätze

Das Studentenwerk Bremen hat heute (04.09.2017) bekannt gegeben, dass 750 Studierende auf der Warteliste für einen Wohnheimplatz stehen, 650 in Bremen und 100 in Bremerhaven. Aus diesem Grund ruft das Studentenwerk nun private Vermieter dazu auf, Wohnungen für Studierende anzubieten. Miriam Strunge, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE erklärt dazu: „Der fehlende Wohnraum für Studierende ist ein Skandal. Seit Jahren haben wir das Problem, dass Studienanfänger*innen in Bremen keine Wohnungen finden und die Wartelisten des Studentenwerks sind regelmäßig überfüllt. Der Senat kennt das Problem, handelt aber nur mit angezogener Handbremse. 400 Wohnungen mit dem Studentenwerk sind in Planung, der Bedarf liegt aber mindestens bei 1000 Wohnheimplätzen, um den Bundesschnitt des Studentenwerks zu erreichen."

Strunge weiter: „Wer keine Wohnung findet oder schlaflose Nächte hat, weil man nicht weiß wie man die Miete bezahlen soll, der kann sich nicht auf das Studium konzentrieren. Gerade Studierende mit wenig Geld, stehen vor großen Problemen, wenn es keine freien Wohnheimplätze gibt, denn Wohnungen auf dem freien Markt sind für viele nicht bezahlbar. Es liegt in der Verantwortung der Regierung hier gegenzusteuern und endlich bedarfsgerecht zu bauen. Auf private Investoren für Wohnheime zu setzen ist der falsche Weg, weil ihre Angebote für die meisten Studierenden schlicht zu teuer sind. Deshalb fordern wir im kommenden Haushalt Gelder für die Planung von zusätzlichen 600 Wohnheimplätze beim Studentenwerk bereitzustellen, alles andere wird dem gravierenden Problem nicht gerecht."

Bereits im Herbst 2015 hat die Fraktion DIE LINKE einen Antrag in der Bremischen Bürgerschaft zum Bau von insgesamt 1000 neuen Wohnheimplätzen eingereicht; in den kommenden Haushaltsverhandlungen wird sie sich für den Bau der dringend benötigten Wohnheimplätze erneut einsetzen.