7. Juni 2016

Verkehrskollaps in Huchting während des Baus der B75-Brücke verhindern – ÖPNV als attraktive Alternative stärken

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Durch den Neubau der Brücke an der B75 wird die Brücke für mindestens 16 Monate nicht für die Busse der BSAG befahrbar sein. Die Buslinien 57/58 werden durch die Bauarbeiten durchschnitten. Viele Einwohner*innen in Huchting werden ihre Zielorte nur dann mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichen können, wenn sie in der anderen Richtung mit den Buslinien 57/58 fahren und einen längeren Fahrweg in Kauf nehmen. Wenn sie das nicht tun und stattdessen mit dem Auto fahren, wird der Verkehr in Huchting während der Bauzeit massiv zunehmen. Lange Staus werden zur Regel werden.

Daher muss es für die Bewohner*innen in der Bauphase attraktiv sein, trotz Umweg und längerer Fahrzeiten dem öffentlichen Nahverkehr den Vorzug zu geben. Dazu gehört eine günstige Preisgestaltung. Der Beirat hat vorgeschlagen, dass die gesamte Strecke der Linien 57/58 während der Bauzeit mit zum Kurzstreckentarif befahrbar sein soll. Ein weitergehender Vorschlag der Beiratsfraktion der LINKEN war, die Linien 57/58 während des Brückenneubaus generell kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Das hätte den stärksten Einfluss auf die notwendige Vermeidung von Individualverkehr.

Die BSAG lehnt bislang alle entsprechenden Maßnahmen zur Preisgestaltung ab, so wie sie auch eine Behelfsbrücke während der Bauzeit ablehnt. Damit droht Huchting eine 16 Monate andauernde Verkehrsüberlastung durch den motorisierten Individualverkehr. Denn wenn es keine guten öffentlichen Angebote gibt, wird ins Auto gestiegen.

Die Bürgerschaft (Stadtbürgerschaft) möge beschließen:

Die Bürgerschaft (Stadtbürgerschaft) fordert den Senat auf, sich dafür einzusetzen, dass die Linien 57/58 während des Neubaus der Brücke an der B75 in voller Länge zum Kurzstreckentarif genutzt werden können.

Klaus-Rainer Rupp, Kristina Vogt und Fraktion DIE LINKE