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19. März 2018

Entwicklung der Ticketpreise im öffentlichen Personennahverkehr

Im Jahr 2000 nahm die BSAG 47 Millionen Euro aus Fahrgelderträgen ein. Im Jahr 2016 lagen die Fahrgelderträge bereits bei über 91 Millionen Euro. Im Schnitt stiegen die Ticketerlöse um jeweils rund 4 Millionen Euro jährlich.

Diese Mehreinnahmen werden im Wesentlichen über höhere Ticketpreise realisiert – die Zahl der Fahrgäste bleibt hingegen seit Jahren im Wesentlichen stabil.

Zum 1. Januar 2018 erfolgte erneut eine Preiserhöhung durch den zuständigen VBN. Einzeltickets wurden um 5 Cent auf nun 2,80 Euro verteuert. Auch das Monatsticket und das Stadtticket für Sozialleistungsbeziehende wurden jeweils um 1,50 Euro teurer (neuer Preis des  regulären Monatstickets: 65 Euro. Stadtticket 38,90 Euro für Erwachsene bzw. 30,30 Euro für anspruchsberechtigte Kinder).

2013  lag der Preis noch bei 25 Euro für Erwachsene und 20 Euro für Kinder. Anders als in Bremen gibt es in Bremerhaven überhaupt kein ermäßigtes Ticket für Sozialleistungsbeziehende. Auch das reguläre SchülerInnenticket wurde in Bremen um 90 Cent teurer auf nun 47,40 Euro.

Im Sinne einer ökologischen und sozialverträglichen Verkehrswende müssen die Ticketpreise bezahlbar sein. Sinnvoll wäre, einerseits kurzfristig die Preise für das Stadtticket, das SchülerInnenticket und das Azubiticket deutlich abzusenken und möglichst preislich zu vereinheitlichen. Auch dürfen auch die regulären Ticketpreise nicht immer weiter steigen.

Perspektivisch ist ein ticketloser, abgabe- oder steuerfinanzierter öffentlicher Nahverkehr die effektivste Maßnahme hin zu einer klimaverträglichen Verkehrspolitik, die Mobilität für alle im urbanen Raum sicherstellt. An dieser Stelle ist mit einer massiv steigenden Nutzung zu rechnen, die den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und die Anschaffung zahlreicher zusätzlicher Fahrzeuge nötig machen würde. Um diese Effekte zu untersuchen, wären kurzfristig Modellprojekte sinnvoll.

Vor diesem Hintergrund hat DIE LINKE eine Große Anfrage eingereicht.

Der Senat soll unter anderem mitteilen, wie sich die Finanzierungsanteile des ÖPNV in Bremen und Bremerhaven in den vergangenen 10 Jahren entwickelthaben, welche Informationen dem Senat über die Kosten für Ticketinfrastruktur, Ticketverwaltung und Ticketkontrollen in den Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven vorliegen und welche Kosten im Land Bremen jährlich für Ersatzfreiheitsstrafen bei Beförderungserschleichung entstehen.

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